Reporter Timmendorf
19. April 2017 | Allgemein

Neubaugebiet Blumenkoppel in Niendorf/Ostsee: Bewerbungen für Baugrundstücke ab sofort möglich

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Timmendorfer Strands Bauamtsleiterin Meike Piechotta (links) und Bürgermeisterin Hatice Kara vor dem Bebauungsplan, der das Niendorfer Neubaugebiet „Blumenkoppel“ darstellt.

Timmendorfer Strands Bauamtsleiterin Meike Piechotta (links) und Bürgermeisterin Hatice Kara vor dem Bebauungsplan, der das Niendorfer Neubaugebiet „Blumenkoppel“ darstellt.

Tdf. Strand-Niendorf. „Nun ist es endlich soweit,“ freuen sich Timmendorfer Strands Bürgermeisterin Hatice Kara und ihre Bauamtsleiterin Meike Piechotta. 41 Einfamilienhäuser und zwei größere Mehrfamilienhäuser entstehen ab 2018 auf einer ehemaligen Ackerfläche von rund 50.000 m² in Niendorf/Ostsee. Am 30. März 2017 hat die Gemeindevertretung den Auftrag für die Tief- und Straßenbauarbeiten des Baugebietes Blumenkoppel (B-Plan Nr. 67) vergeben. Des Weiteren wurde der Beschluss über die Kaufpreise für die Einfamilienhausgrundstücke gefasst. Die Erschließung des am Ortseingang von Niendorf/Ostsee an der Travemünder Landstraße befindlichen Baugebietes beginnt am 08.05.2017 und dauert etwa bis zum 15.12.2017, so dass die Baugrundstücke zum Jahresende baureif sind. Die Einfamilienhausgrundstücke können 1- bzw. 2-geschossig bebaut werden. Es sind maximal zwei Wohnungen pro Gebäude zulässig. Die bauträgerfreien Baugrundstücke haben Grundstücksgrößen von circa 488 m² bis 1.044 m² zu Preisen von 189 bis 222 Euro/m² (das entspricht zwischen 108.000 und 197.000 Euro für ein Grundstück) und werden direkt durch die Gemeinde Timmendorfer Strand verkauft. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Kaufpreis für Grundstücke in der Gemeinde Timmendorfer Strand liegt zwischen 750 und 800 Euro/m². „Ich bin glücklich, dass wir als Gemeinde unserem Ziel zur Schaffung von Bauland ein Stück näher gekommen sind,“ so Bürgermeisterin Hatice Kara. „Wohnraumknappheit ist ein großes Thema, das liegt auch am demographischen Wandel, den wir nicht aufhalten, aber vielleicht etwas verlangsamen können,“ so Hatice Kara im Pressegespräch. Vor dem Hintergrund, dass die Einfamilienhausgrundstücke erneut preisvergünstigt veräußert werden, hat die Gemeindevertretung Vergaberichtlinien zur Vergabe der Einfamilienhausgrundstücke beschlossen. „Zielsetzung ist, dass wir den in Timmendorfer Strand Aufgewachsenen, die jetzt selbst eine Familie gründen oder bereits gegründet haben, in unserem schönen Timmendorfer Strand Bauland bieten. Des Weiteren sollen durch den Verkauf der Einfamilienhausgrundstücke junge Familien zur Sicherung des Schulstandortes unserer Gemeinde angesiedelt werden,“ erläutert Bürgermeisterin Kara die Vorgehensweise. Daher erfolgt die Vergabe aufgrund der Richtlinien anhand eines Punkteverfahrens unter Berücksichtigung von sozialen Kriterien wie Kinder/Kinderzahl, ehrenamtlichen Engagement in Timmendorfer Strand und unter Berücksichtigung von Schwerbehinderungen. Einheimische Familien/Paare erhalten eine höhere Zahl von Grundpunkten als Auswärtige, es sei denn, eines der Familienmitglieder des auswärtigen Haushaltes hat in Timmendorfer Strand den Arbeitsplatz beziehungsweise einen Gewerbebetrieb. Eine Berücksichtigung von Familien mit bereits vorhandenem Eigentum erfolgt grundsätzlich nicht. Ebenso sind Haushalte ausgeschlossen, die schon einmal ein preisvergünstigtes Grundstück von der Gemeinde Timmendorfer Strand gekauft haben. Das jeweilige Baugrundstück ist innerhalb von drei Jahren ab dem Grundstückskauf mit einem bezugsfertigen Wohnhaus zu bebauen. Der Käufer hat mit seinen im Haushalt lebenden Familienmitgliedern auf die Dauer von 15 Jahren ab Kauf den Hauptwohnsitz zu gewährleisten. Eine nach Bebauungsplan mögliche zweite Wohnung darf vermietet werden. Bewerben sich zwei Familien gemeinsam um ein Grundstück sind beide Wohnungen mit Hauptwohnsitz zu nutzen. Seit dem 7. April können sich Interessierte bis zum 30. Juni auf ein Baugrundstück für ein Einfamilienhaus im Baugebiet Blumenkoppel bewerben. Und das Interesse ist sehr groß: Schon lange vorher stand das Telefon kaum still, wie die Mitarbeiterinnen berichten. Soweit von Interessenten Ausnahmeregelungen geltend gemacht werden (zum Beispiel vorhandenes Eigentum, welches aber für eine eigene Nutzung der Familie zu klein ist) ist die Bewerbung bis spätestens zum 12. Mai 2017 bei der Gemeindeverwaltung einzureichen. Über die Zulassung zum Bewerbungsverfahren entscheidet in diesen Fällen vorbereitend der Hauptausschuss am 30. Mai 2017 und abschließend die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 29. Juni 2017. Alle relevanten Informationen erhalten Interessenten auch auf der Internetseite der Gemeinde Timmendorfer Strand www.timmendorfer-strand.org. Dort stehen die Vergaberichtlinien, der Bebauungsplan, der Aufteilungsplan für die Grundstücke, die Kaufpreisliste sowie der für die Grundstücksbewerbung zu verwendende Vordruck zur Einsicht und zum Download bereit. Selbstverständlich stehen die zuständigen Mitarbeiter gern auch persönlich oder telefonisch für Auskünfte zur Verfügung. Ansprechpartner bei der Gemeinde sind Sabine Bieg, Telefon 04503/807-121, und Antje Hildebrandt, Telefon 04503/807-155. Bei reinen Fragen zum Bebauungsplan stehen auch gern Katrin Plath, Telefon 04503/807-123, oder Svenja Fick, Telefon 04503/807-124, zur Verfügung. „Im Baugebiet sind neben den 41 Einfamilienhausgrundstücken zwei Grundstücke für Mehrfamilienhausbebauung vorgesehen. Diese sollen der Schaffung von Mietwohnraum dienen. Je nach Zuschnitt könnten hier etwa 50 bis 60 Wohnungen entstehen“, freut sich Bürgermeisterin Kara. Für diese Grundstücke wurden durch die Verwaltung bereits im vergangenen Jahr zahlreiche Gespräche mit Investoren geführt. Im Jahr 2017 sind wesentliche gesetzliche Änderungen des Landes Schleswig-Holstein in der Wohnungsbauförderung in Kraft getreten, die für Timmendorfer Strand sehr erfreulich sind. Die beiden Mehrfamilienhausgrundstücke wird die Gemeinde daher unter Berücksichtigung dieser neuen Aspekte in Kürze öffentlich ausschreiben. Die Kosten für dieses Projekt beziffert die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage auf rund 5,4 Mio. Euro (darin enthalten sind Baukosten für den vorläufigen Ausbau, Endausbau, Grunderwerb und Nebenkosten, Kosten für Ausgleichsmaßnahmen, Planungskosten, Vermessung, Finanzierungskosten, Gutachten, Baubegleitende Baugrunduntersuchung sowie Reserve für Kostensteigerungen).



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