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Mit dem Wunschbaum auf dem Weihnachtsmarkt

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Das Ahrensböker Tafel-Team (hier ein kleiner Teil davon) freut sich über Unterstützung.

Das Ahrensböker Tafel-Team (hier ein kleiner Teil davon) freut sich über Unterstützung.

Ahrensbök (ed). Eigentlich muss man gar keine Werbung für die große Tanne mit den vielen Wünschen dran machen, mit der die Ahrensböker Tafel auch in diesem Jahr wieder auf dem Ahrensböker Weihnachtsmarkt vertreten ist. Am kommenden Sonntag, dem 3. Dezember, wenn der Ahrensböker Kulturkreis von 11 bis 18 Uhr zum Ahrensböker Weihnachtsmarkt in und um das Bürgerhaus einlädt, steht auch wieder der große Wunschbaum da mit vielen, vielen Wünschen von Ahrensböker Kindern an seinen Zweigen. “Wir arbeiten mit dem Haus der Jugend zusammen, das wiederum mit den Kindergärten zusammenarbeitet”, erklärt Anja Steen aus dem Vorstand der Ahrensböker Tafel, “damit wir wirklich vielen, vielen Kindern einen Wunsch erfüllen können, den Kleinen und den Größeren.” Birgit Komanns, die Leiterin des Hauses für Jugend und Familie, und ihr Team wissen genau, bei welchem ihrer Kinder nicht viel unterm Weihnachtsbaum liegen wird – und ebenso die Erzieherinnen der Ahrensböker Kindergärten. Gemeinsam sammeln sie die Wünsche ein, helfen beim Schreiben der Wunschkärtchen und übergeben sie dann an die Tafel-Helfer, die sie wiederum an die große Wunsch-Tanne hängen – und hier können die Ahrensböker sie am kommenden Sonntag wieder abhängen und einem (oder auch gern zwei) Kindern einen sehnlichen Wunsch erfüllen. “In der Regel sind es ganz kleine Wünsche”, sagt Anja Steen, “eine Puppe, ein Schlafanzug oder PlayMobil – aber die Tendenz ist steigend.” Es werden immer mehr Wünsche aus immer mehr Familien, die schlicht nicht genug Geld haben, ihren Kindern Weihnachtswünsche zu erfüllen. Aber glücklicherweise springen hier die Ahrensböker liebend gerne ein – “die Resonanz ist großartig”, strahlt Johann Rademacher aus dem Tafel-Team, “die meisten hängen nicht nur eine Karte ab.” Und wer es am Sonntag nicht zum Weihnachtsmarkt schafft, der findet den Wunschbaum in der nächsten Woche in der Königlich privilegierten Apotheke, wo die letzten Wünsche abgehängt dürfen. “Und wie immer unterstützt uns der Kiwanis Club toll”, freut sich Anja Steen, “denn die Wünsche, die nicht erfüllt wurden, können wir dann von dem Geld erfüllen, das uns der Kiwanis Club dafür spendet.” Rund 70 Familien versorgt die Ahrensböker Tafel mit drei Ausgaben in der Woche – Montag von 13 bis 15 und 16 bis 17 Uhr, Freitag von 13 bis 15 Uhr. Und mittwochs von 11.30 bis 13 Uhr ist die Ausgabe ausschließlich für Frauen. “Wir sind mittlerweile wie ein kleiner Lebensmittelladen”, freut sich Anja Steen über die Vielfalt der Waren, mit denen die Tafel die Menschen versorgen kann, “umso mehr würden wir uns freuen, wenn wir noch mehr bedürftige Menschen aus der Großgemeinde unterstützen könnten. Für viele ist das ein großer Schritt, das verstehen wir gut. Aber alle, die bedürftig sind, bei denen das Geld am Monatsende einfach nicht mehr reicht, sind uns herzlich willkommen.” Besonders freuen sich die Tafel-Helfer über den großen Rückhalt, den sie haben – von Gemeinde, Kirche, den Ahrensbökern und vor allem den Supermärkten, Bäckern und anderen “Lieferanten”. “Alle Ahrensböker Lebensmittelmärkte unterstützen uns, vieles bekommen wir auch von Rossmann. Nur das Haltbare fehlt, weil das niemand weggibt.” Auch deshalb gibt es die Aktion “Ein Teil mehr”, mit der die Tafel am 9. Dezember von 9 bis 12 Uhr im Eingangsbereich von sky in Ahrensbök steht. “Wir sprechen dort die Leute an und fragen, ob sie vielleicht von einem haltbaren lebensmittel ein Teil mehr kaufen und uns spenden können”, sagt Anja Steen und schmunzelt: “Also nicht erschrecken, einfach zwei kaufen, eins abgeben und fertig. Am liebsten haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Öl, Tomaten in Tetrapacks, Miracoli, Konserven mit Suppen oder Ravioli, was lange hält und was man brauchen kann.” Gern darf es übrigens auch mal eine Tüte Lebkuchen oder eine Naschi-Tüte für die Lütten sein, denn deren Stiefel werden nicht üppig gefüllt sein. Dinge, die es in der Weihnachtszeit in Hülle und Fülle gibt, die sich viele von uns aber einfach nicht leisten können. Und auch über diese Aktion hinaus dürfen der Tafel haltbare Lebensmittel sehr gern gespendet werden. Die Tafel braucht vor allem Lebensmittel natürlich, aber auch helfende Hände zum Sortieren und Austeilen – “wir brauchen dringend Fahrer, die vormittags, so von 10 bis 12 Uhr Lust und Zeit haben, die Lebensmittel abholen, beim Sortieren und Ausgeben helfen”, wünscht sich Johann Rademacher. Zwei tolle 1-Euro-Jobber helfen zwar großartig, aber weitere ehrenamtliche Helfer werden dringend gebraucht, um diejenigen zu versorgen, bei denen das Geld schlicht nicht reicht, um das Lebensnotwendige zu kaufen. Wer Lust und Zeit hat, die Tafel dabei zu unterstützen, meldet sich gern bei Anja Steen unter 04525-1338 oder t.steen@gmx.de oder bei Johann Rademacher unter 0157-58366960.



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