Alexander Baltz
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Ersatzneubau für das Amt 2: Bau- und Planungsausschuss favorisiert Neubau am Klosterhof

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Neustadt. Die Standortfrage: Wohin soll künftig das Amt für gesellschaftliche Angelegenheiten (Amt 2) mit all seinen Fachdiensten wie Ordnung und Soziales, Wohngeldstelle oder Gleichstellungsbeauftragte verlegt werden? Der Bau in der Rosenstraße, der in den 70er Jahren als provisorisches Verwaltungsgebäude errichtet worden war, ist marode und nicht länger nutzbar.
 
In einer Mammut-Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am vergangenen Mittwochabend im Rathaus, verfolgt mit großem Interesse von Mitarbeitern der Stadt, haben sich die Mitglieder nach langer Diskussion knapp für einen Neubau am Standort des jetzigen Sandparkplatzes am Klosterhof ausgesprochen.
 
Vor der Abstimmung wurden noch einmal von Bauamtsleiterin Antje Weise die möglichen Varianten für einen Ersatz besprochen. Eine sehr aufwendige Sanierung des alten Gebäudes war von Anfang an wegen gravierender Schäden und fehlender Barrierefreiheit als zu unwirtschaftlich angesehen worden - hier ist ein Abriss unvermeidlich. Daher hatte man sich im November 2016 auf zwei mögliche Varianten verständigt, nachdem bereits im Vorfeld eine dauerhafte Nutzung des Postgebäudes (hier wird das Amt 2 zunächst übergangsweise einziehen) oder der frei werdenden Stadtwerke nach ihrem Umzug an die Neukoppel ausgeschieden war.
 
Variante 1: Neubau an gleicher Stelle in der Rosenstraße für knapp 3,9 Millionen Euro. Fläche und Höhe würden ungefähr gleich bleiben müssen; im 2. Obergeschoss wäre eine Anbindung an das Rathaus möglich.
 
Variante 2: Neubau eines Verwaltungszentrums auf dem Sandparkplatz am Klosterhof mit Unterbringung des Archivs, des Bauamtes und dem Kundencenter der Stadtwerke. Vorteil: Hier stünden über 500 Quadratmeter Nutzfläche zusätzlich zur Verfügung. Die Kosten für den Neubau am Klosterhof würden bei rund 5,4 Millionen Euro liegen. Während sich die CDU in der Vergangenheit stets für einen Neubau in der Rosenstraße ausgesprochen hatte, verkündete Fraktionsvorsitzender Friedrich-Karl Kasten am Mittwochabend einen Kurswechsel seiner Fraktion zu Variante 2, für die sich auch die SPD ausgesprochen hatte.
 
Während Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider angesichts des schlechten Zustands von Amt 2 zu einer schnellen Entscheidung für ein modernes Dienstleistungszentrum aufrief und betonte, dass die Stadt Neustadt eine Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter habe und auch in Zukunft attraktive Arbeitsplätze schaffen wolle, konnten sich nicht alle Ausschussmitglieder für den Klosterhof begeistern. Clemens Reichert (BGN) und Willy Heckel von den Grünen bemängelten die knappe Parkplatzsituation nach einem Wegfall des Sandparkplatzes und befürchten zudem ein Parkchaos während der Bauphase.
 
Ausschussvorsitzender Volker Weber (SPD) versuchte zu verdeutlichen, dass seiner Meinung nach ein Verwaltungsgebäude nicht auf den Klosterhof gehöre: „Der Klosterhof ist einer der schönsten Plätze der Stadt und sollte deshalb mit Wohnungen bebaut werden. Ich bin daher für einen Neubau in der Rosenstraße“, so Volker Weber.
 
Für den Gewerbeverein Neustadt machte Susanne Bimberg-Nittritz ihre Interessen als Vorsitzende deutlich: „Ein Neubau am Klosterhof wäre eine positive Veränderung für die Stadt.“
 
Mit 5 zu 4 Stimmen entschied sich der Bauausschuss knapp für die Klosterhof-Variante. Endgültig beschließen kann dies jedoch erst die Stadtverordnetenversammlung. (ab)



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