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Von Fahrrädern, Tannenbäumen und Kruzifixen

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Stadtarchivar Peter Pauselius hat dem Stadtarchiv wieder viele interessante Beiträge zur Preetzer Geschichte entlocken können.

Stadtarchivar Peter Pauselius hat dem Stadtarchiv wieder viele interessante Beiträge zur Preetzer Geschichte entlocken können.

Preetz (tg). Pünktlich zu Beginn der Adventszeit erscheint die neue Ausgabe der „Preetzer Blätter“ zu historischen und aktuellen Themen rund um die Schusterstadt. „Wir haben auf 56 Seiten wieder viele interessante Geschichten zu Preetz gesammelt und auch wieder viele interessante Fotos mit aufgenommen.“, erklärt Peter Pauselius, ehrenamtlicher Stadtarchivar und Mitbegründer der „Preetzer Blätter“. Passend zum nahenden Fest hat Karl-Heinz Rath in der aktuellen Ausgabe ein selbst verfasstes Weihnachtsgedicht veröffentlicht. Ein zweiter Beitrag von ihm beschäftigt sich mit dem Ursprung und der Geschichte des Weihnachtsbaumes. „Es ist die letzte Ausgabe in diesem Jahr, aber sie beinhaltet nicht nur Weihnachtsthemen.“, erklärt Archivar Pauselius. Der erste Beitrag, verfasst von ihm selbst, beschäftigt sich mit der 200jährigen Geschichte des Fahrrades. 1817 von Karl Drais erfunden, war dieses Fortbewegungsmittel erst 1897 in Preetz angekommen. In den folgenden Jahrzehnten berichtete die Preetzer Zeitung umfassend über dieses Thema, zum Beispiel von Fahrradunfällen, -diebstählen oder auch -verkaufsstellen. „Um 1900 wurde sogar eine Fahrradkarte in Preetz eingeführt, auf der der Besitzer namentlich vermerkt war.“, berichtet Stadtarchivar Pauselius. In den 1920iger Jahren machte sich die Stadtvertretung der Schusterstadt dann das erste Mal Gedanken über Fahrradwege. Nach dem zweiten Weltkrieg sind fast nur noch Diebstahlsmeldungen in der Preetzer Zeitung zu finden – das Automobil hatte seinen Siegeszug angetreten. In einem zweiten Artikel befasst sich Peter Pauselius mit dem Leben und Wirken des ehemaligen Klosterorganisten Martin Petonke. Der Vater des Fotografen Wolfgang Petonke, der in den 50iger und 60iger Jahren seiner Heimatstadt ein fotografisches Denkmal gesetzt hat, kam 1917 als Organist an das Adelige Kloster Preetz, nachdem sein Vorgänger im 1. Weltkrieg gefallen war, und hat dort bis 1962 gewirkt. „Sein tolles Orgelspiel sorgte für Furore und regelmäßig volle Säle.“, berichtet Archivar Pauselius von seinen Recherchen. Später gründete der Organist einen Frauenchor, den nach ihm benannten „Petonke-Chor“. Ab 1926 trat dieser zusammen mit dem Männerchor „Preetzer Gesangsverein“ als gemischte Gruppe auf. Seine Frau, Margarete Petonke-Göing, war ausgebildete Sängerin und begleitete ihren Mann bei seinem Orgelspiel. „Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass Martin Petonke in den 1920iger Jahren blind geworden ist, aber trotzdem noch die Orgel in solch einer beeindruckenden Art und Weise spielen konnte.“, erklärt Peter Pauselius. Detlev Hoffmann beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der Geschichte eines geheimnisvollen Kruzifixes aus dem Kirchsee. Bereits am Jahresanfang hatte er in einem früheren Beitrag der „Preetzer Blätter“ einen Aufruf gestartet und um Hinweise zur Herkunft des Kreuzes gebeten. Nach intensiver Recherche steht nun fest, es steht möglicherweise in Verbindung mit dem bekannten Preetzer Organisten und Kirchenmusiker Alfred Dressel. In einem weiteren Artikel befasst sich Gudrun Lob, in ihrer fortlaufenden Rubrik „Preetz ist bunt“, mit dem Thema Flüchtlinge und Migration in Preetz, aus heutiger aber auch historischer Sicht. Erhältlich ist die aktuelle Ausgabe der „Preetzer Blätter“ ab Anfang Dezember, für vier Euro: im Zeitungsladen im Fachmarktzentrum (bei sky), in der Preetzer Bücherstube (Kirchenstr. 10), im Kopierladen Bahnsen (Kührener Str. 39), in der Touristeninfo (Mühlenstr. 9), im Café Grün und in der Buchhandlung am Markt.



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