Nur ein Pluspunkt im Abstiegskrimi
Reporter Eutin
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Kreis Plön (dif). Die KSV Holstein kam in der Fußball-Bundesliga am vergangenen Sonntag im wichtigen Abstiegsduell mit dem VfL Bochum am heimischen Mühlenweg nicht über ein 2:2 (1:2) - Remis hinaus. Für das Duo auf den Rängen 17 und 18 dürfte diese Punkteteilung im Kampf um den Ligaverbleib zu wenig sein. Auch wenn spielerisch bei beiden Teams noch viel Luft nach oben war, zu sehen bekamen die Zuschauer im ausverkauften Holstein-Stadion so einiges. Die Hausherren gingen früh durch Steven Skrzybski mit 1:0 in Front (3.). Der Torjäger verwandelte einen Strafstoß souverän. Doch dieses Tor brachte der KSV kaum Sicherheit. Als dann noch der Torschütze und auch Abwehrmann Marco Komenda verletzungsbedingt das Feld verlassen mussten, war der Bruch im Spiel endgültig sichtbar. Dies nutzen die bis dahin eher harmlosen Gäste aus und kamen durch einen Doppelpack von Myron Buado (37. und 39.) zur eigenen 2:1-Führung. Beim Ausgleich machte Keeper Timon Weiner, vor einer Woche noch der Held von München, eine eher unglückliche Figur, als er den Ball durchrutschen ließ. In der Pause mussten dann auch noch Finn Porath und Lasse Rosenboom passen. Vier Ausfälle für die Truppe von Trainer Marcel Rapp. Da war es besonders wichtig, dass David Zec nach schon 50 Minuten den Ausgleich erzielen konnte. Damit zeichnete sich das Duo Skrzybski/Zec für sechs der letzten sieben Störche -Treffer verantwortlich. Fast wären die Kieler noch mit einem Dreier belohnt worden, aber der Treffer von Kapitän Lewis Holtby wurde nach 74 Minuten vom Videoassistenten zurückgenommen (Foulspiel im Vorfeld). Danach regierten Hektik und Spielfrust. Auch Coach Rapp ließ sich davon anstecken und kassierte vom oftmals unsicheren Schiedsrichter Felix Zwayer die gelbe Karte. Zu einem Sieg hätten dann beide Teams doch noch kommen können, denn Chancen waren da. Fazit: Auch wenn der FC Heidenheim (0:1 in Freiburg) und auch die TSG Hoffenheim (0:4 gegen Union Berlin) nichts für ihr Pluskonto taten, das Unentschieden ist für beide Mannschaften eine gefühlte Niederlage und zu wenig. Leider zeigte das Duo an diesem bitterkalten Nachmittag über neunzig Minuten, warum man in den tiefen Gefilden der Bundesliga-Tabelle steckt. Ein typisches Duell der Marke Abstiegskampf, welches am Mühlenweg stattfand. In der Tabelle bildet mit der TSG Hoffenheim (18 Punkte), dem FC Heidenheim (14), der KSV Holstein (13) und den Bochumern (11) ein Quartett den Abstiegskampf. Auch wenn der FC St. Pauli mit 0:2 in Leipzig verlor, haben sich die Hamburger (21 Zähler) schon ein wenig absetzen können. Vor dem Anpfiff wurde dem Ex-Storch Rudi Balsam gedacht. Der Verteidiger war am 31. Januar im Alter von 89 Jahren verstorben. Balsam absolvierte 188 Ligaspiele für die Kieler und gewann 1961 die Deutsche Amateurmeisterschaft. Auch seine beiden Söhne Thorsten und Martin spielten (als Torhüter) für die Sportvereinigung. Der nächste Holstein-Gegner in Liga eins heißt nun Eintracht Frankfurt. Am Sonntag, 16. Februar, geht es um 17. 30 Uhr gegen die Adler. Ein ungewöhnlicher und erstmaliger Spieltermin für den Aufsteiger. Die Rollen sind klar verteilt. Die Eintracht schnuppert an den Champions-League-Rängen, die KSV will den Ligaverbleib schaffen. Auch der Vergleich Offensive-Defensive spricht eine klare Sprache. Keinen „Schaden“ mehr anrichten kann immerhin der zweimalige Torschütze aus dem Hinspiel (4:2 für Frankfurt) Omar Marmoush. Der Stürmer kickt bekanntlich nun in England. Aber auch so ist der Kader mehr als gut besetzt und mit dem der Störche kaum zu vergleichen. Aber in Leverkusen und auch in München lieferte die Rapp-Elf beide Male ein starkes Auswärtsspiel ab. Also, warum soll - ähnlich wie bei Bayer - nicht zumindest ein Pluspunkt herausspringen? Tipp: Holstein schafft ein Remis. In der Regionalliga Nord stehen die Jungstörche vor der Rückrunde. Diese beginnt ausgerechnet gegen den VfB Lübeck.
Fast zeitgleich mit den Profis, allerdings schon um 14.30 Uhr, muss die U23 liefern. Der Ligaletzte braucht ab sofort jeden Pluspunkt dringend im Kampf um den Klassenerhalt. Eine Gemeinsamkeit mit der eigenen Ersten, auf die beide Teams sicherlich gerne verzichtet hätten. In den Landesligen Holstein und Schleswig geht es erst am 8. März mit Fußball weiter. Dann trifft der Preetzer TSV in der Holstein-Staffel auf GW Siebenbäumen. Ein wenig eher muss der TSV Klausdorf (Schleswig-Liga) gegen RB Oberer Treene ran (1. März).
Fast zeitgleich mit den Profis, allerdings schon um 14.30 Uhr, muss die U23 liefern. Der Ligaletzte braucht ab sofort jeden Pluspunkt dringend im Kampf um den Klassenerhalt. Eine Gemeinsamkeit mit der eigenen Ersten, auf die beide Teams sicherlich gerne verzichtet hätten. In den Landesligen Holstein und Schleswig geht es erst am 8. März mit Fußball weiter. Dann trifft der Preetzer TSV in der Holstein-Staffel auf GW Siebenbäumen. Ein wenig eher muss der TSV Klausdorf (Schleswig-Liga) gegen RB Oberer Treene ran (1. März).