

Lensahn. Die Leichtathletik im TSV Lensahn war über einen viel zu langen Zeitraum nicht existent. Trotz optimaler Bedingungen im Jahnstadion führte die Sparte nur noch eine Art Dornröschenschlaf. Jetzt allerdings soll sie wieder mit Leben gefüllt werden.
Der Mann, der diesen Versuch voller Leidenschaft und Engagement unternimmt, heißt Markus Wunder. Er hält seit 50 Jahren der Leichtathletik die Treue und steht somit für hohe Fachkompetenz. Seine erste Trainerausbildung hat er mit 20 Jahren absolviert. Mittlerweile ist der 59-Jährige Inhaber der B-Lizenz für Leistungs- und Gesundheitssport des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Sportlich schaffte es Markus Wunder als Fünfkämpfer bis zu den Deutschen Jugendmeisterschaften. Sein Heimatverein ist der VfL Waiblingen, der unter anderem durch 5.000 Meter Olympiasieger Dieter Baumann Bekanntheit erlangt hat.
Trainingsstart am Freitag
Start beim TSV Lensahn ist am Freitag, dem 23. Juni von 16.30 bis 18 Uhr. Willkommen sind Kinder ab sechs Jahren. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. „Wir arbeiten zunächst mit den Grundlagen Laufen, Springen und Werfen, um ein Gefühl für die Sportart zu bekommen“, erklärt Markus Wunder, der dem Neustart zudem eine gewisse Struktur geben möchte und altersgerechtes Training in verschiedenen Stufen anbietet. Unterstützt wird er in seinem Handeln bei Bedarf von Kilian Schweigler und Sascha Herz. Diese Verbindung ermöglicht es auch, dass Kinder und Jugendliche, die mehr als einmal die Woche trainieren möchten, außerdem die Standorte Neustadt und Grömitz besuchen können. „Wir müssen in der Leichtathletik in Ostholstein die alten Strukturen durchbrechen und über den Tellerrand hinaus schauen“, erklärt Markus Wunder, der seinen Fokus jedoch zunächst einmal auf den TSV Lensahn und die Aufgabe richtet, die Leichtathletik im Verein wieder dauerhaft zu etablieren. (mg)