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Dramatischer Rettungseinsatz in der Kieler Förde

Mit diesem Boot (Archivbild) kamen die Seenotretter dem verunglückten Segler zur Hilfe.

Mit diesem Boot (Archivbild) kamen die Seenotretter dem verunglückten Segler zur Hilfe.

Bild: DGzRS/ Jörg Sarbach/ hfr

Laboe/ Schilksee (t). Noch einmal glimpflich endete am vorigen Wochenende dieser Notfall, bei dem rund 250 Meter vor dem Marinedenkmal Laboe sich ein gekenterter Segler in akuter Lebensgefahr befand: Seenotretter der DGzRS-Station Schilksee konnten den 45-jährigen Kieler vor dem Ertrinken aus der nur sechs Grad kalten Ostsee bewahren. Gegen 15 Uhr entdeckte die Crew eines niederländischen Frachters eine „kieloben“ treibende Jolle. Wegen des Tiefgangs ihres Schiffes konnte die Besatzung nicht selbst helfen, setzte aber sofort einen Notruf ab.

Ein Wettlauf gegen die Zeit begann: Die Rettungsleitstelle See alarmierte das Seenotrettungsboot „Jürgen Horst“. Der Verunglückte hatte Glück im Unglück. Die Seenotretter der DGzRS befanden sich zufällig auf Kontrollfahrt. Mit rund 70 Stundenkilometern jagte die Freiwilligenbesatzung durch die Förde. In nur sechs Minuten erreichte sie den Unglücksort. Der völlig entkräftete und stark unterkühlt Segler konnte seine Jolle nicht mehr aufrichten. Die Retter zogen ihn aus dem eiskalten Wasser. Seine Körpertemperatur war inzwischen auf 34,7 Grad abgesackt. Völlig unterkühlt, aber noch lebendig, wurde der Mann nach Laboe gebracht, dort wartete bereits der Rettungsdienst. Zum Zeitpunkt der dramatischen Rettungsaktion wehte ein frischer Wind mit drei bis vier Beaufort.

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