Kristina Kolbe

Gesundheit am Ostseestrand

Am 7. Januar 1998 eröffnete die heutige Ostseeklinik, damals noch unter dem Namen Barmer Klinik in Grömitz. Damit hat sich in dem Ort ein großer Arbeitgeber angesiedelt, der seitdem im dreiwöchigen Turnus Raum für Erholung und Heilung mit einer Kapazität von 117 Appartements und 300 Betten bietet.

 

Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 23 Millionen Euro entstand die Klinik auf einer Fläche von etwa 36.000 Quadratmetern für Mütter und Kinder. Seit März 2011 sind auch Väter in der Klinik zu finden und der Name änderte sich in Ostseeklinik Grömitz - Rehabilitationsklinik für Mutter/Vater und Kind.

 

Vieles habe sich im Laufe der Zeit verändert, auch die Art der Belastungen, denen die Mütter ausgesetzt waren habe sich gewandelt, erinnert sich Mandy Munzel, Assistentin der Klinikdirektion und Mitarbeiterin der ersten Stunde. Früher waren Haushalt und Kindererziehung sowie der damit verbundene gesellschaftliche Druck die Stressfaktoren gewesen. Heute komme noch die berufliche Komponente und natürlich die große Belastung von Familien während der Corona-Pandemie hinzu. Zudem nutzen auch Väter immer häufiger das Angebot.

 

Die steigende Nachfrage äußert sich auch darin, dass immer mehr Anfragen für Kuraufenthalte kommen und die Klinik mittlerweile bis April 2024 voll belegt ist.

 

Inzwischen gehört die Ostseeklinik Grömitz zum Unternehmensverbund der REHASAN-Gruppe. Dieser Wechsel brachte einige Neuerungen mit sich, die in 2019 durchgeführt wurden: Alle Appartements in der Klinik wurden saniert und es kamen neun weitere hinzu. Auch der sogenannte Multifunktionsplatz, der für Ballsportarten und Bewegungsspiele jeglicher Art im Außenbereich zur Verfügung steht, wurde gebaut und viele Bereiche der Klinik, wie Speisesaal, Empfangsbereich, Ergometerraum, Lehrküche, Medizin, Therapieräume wurden erneuert und saniert.

 

Die Behandlungspfade:

In der Klinik werden psychosomatische und psychovegetative Erkrankungen, aber auch Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und Allergien behandelt. Außerdem ist man auf die Themen Adipositas und Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie des Rückens ausgerichtet. Durch die Gliederung in Behandlungspfade haben die Mütter und Väter auch die Möglichkeit, Menschen mit gleichen Themen, Beschwerden oder Problemen kennenzulernen und sich auszutauschen.

 

Das Leistungsspektrum

Die ärztliche Behandlung und psychologische Beratung gehört ebenso zu dem Leistungsspektrum wie die psychologische Behandlung, Psychoedukation oder Psychomotorik. Auch Kinder- und Jugendpsychiatrische Beratung, Ernährungsberatung, Stressbewältigung und Entspannungsverfahren werden angeboten. Für die Förderung der Beweglichkeit gibt es Sport- und Bewegungstherapie und Physiotherapie. Außerdem gibt es Balneotherapie, Kreativtherapie für Eltern und Kinder, Schulungen und Motivationsübungen.

 

Betreuungsangebot für Kinder

28 Mitarbeitende kümmern sich darum, dass die Kinder eine schöne Zeit in der Ostseeklinik verbringen. Mit einem vielfältigen Spiel-, Bastel-, Bewegungs- und Ausflugsangebot sorgen die Fachkräfte dafür, dass es auch garantiert nicht langweilig wird. Die ErzieherInnen, ErziehungshelferInnen und Sozialpädagogischen AssistentInnen betreuen die Kinder in neun Gruppen von Krippen- bis Hortalter. Die Gruppen sind nach Jahrgängen gegliedert und Lehrkräfte unterstützen die Kinder bei den Hausaufgaben. Durch Stockbrotbacken am Lagerfeuer, SUP- oder Fahrradtouren sowie Ausflügen zum Zoo oder Kletterpark wird der Kuraufenthalt unvergesslich.

 

Das Konzept

Familientherapie, Erziehungsberatung, Eltern-Kind-Interaktionstherapie, gemeinsame Qualitätszeit und strukturierte Freizeitangebote sollen die Gesundheitskompetenz in allen Lebensbereichen fördern. Das heißt, die eigenen Ressourcen werden aktiviert durch das Erleben von Selbstkompetenz und das Erlernen einer dauerhaften Lebensstilveränderung. Es geht nicht um den kurzfristigen Erholungserfolg, sondern um langfristige Lösungen. Dazu gehört auch die erlernte Gesundheitskompetenz im Alltag umzusetzen und die Einübung gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen. (ko)


UNTERNEHMEN DER REGION

Meistgelesen