

Sicherheit und Mobilität vereinbaren
Die meisten Menschen in Deutschland sind sich dieses Problems bewusst, wie eine Umfrage des TÜV-Verbands vom September 2024 ergab: 85 Prozent der Befragten glauben, dass im Alter die Fähigkeit zum sicheren Führen eines Fahrzeugs nachlässt, 90 Prozent wären bereit, ihren Führerschein in so einem Fall freiwillig abzugeben. Allerdings möchten umgekehrt 88 Prozent über die eigene Mobilität selbst entscheiden, so lange es geht. Und für 72 Prozent ist Autofahren Voraussetzung zur Teilnahme am sozialen Leben. „Es gilt also, zwei Dinge miteinander zu vereinbaren: die Verringerung von Unfallrisiken mit dem Wunsch nach möglichst langer Mobilität mit dem eigenen Fahrzeug“, so die Expertin.
Sinnvoll: freiwillige Fahrtauglichkeitschecks
Um dieses Ziel zu erreichen, sind verpflichtende Gesundheitsprüfungen und Rückmeldefahrten für Senioren immer wieder in der Diskussion. Aber auch ohne gesetzliche Vorschriften ist es sinnvoll, sich im höheren Alter selbstkritisch mit den eigenen Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Dafür bietet etwa TÜV Hessen freiwillige, vertrauliche Fahrtauglichkeits-Checks an. „Bei diesen können Stärken und Schwächen erkannt, Verbesserungsvorschläge gemacht und wertvolle Tipps gegeben werden“, erläutert Heitland. „So lässt sich die Sicherheit erhöhen und die Fahrtauglichkeit oft länger erhalten.“
Breite Zustimmung zu Rückmeldefahrten
Je nach Bedarf sind ein standardisierter Leistungstest, eine zusätzliche verkehrsmedizinische Untersuchung oder eine Rückmeldefahrt möglich - mehr dazu unter www.tuev-hessen.de. „Bei einer Rückmeldefahrt fährt ein geschulter Verkehrspsychologe mit den Kunden eine standardisierte Strecke mit Stadt-, Autobahn- und Landstraßenabschnitten. Anschließend bekommen sie ein umfassendes Feedback“, beschreibt die Expertin. Der TÜV-Verband hält sogar eine verpflichtende Teilnahme an Rückmeldefahrten ab einem Alter von 75 Jahren für sinnvoll - und hat dabei laut der Umfrage 85 Prozent der Bevölkerung hinter sich. (djd)