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Nach der Kommunalwahl fraktionslos: WUB Timmendorfer Strand wählt gleichberechtige Doppelspitze

Der neue Vorstand der WUB Timmendorfer Strand (von links): Jörg Bever (Beisitzer), Anja Carsten (Schriftführerin), Anja Meints (Kassenwartin), Martin Pannewig (Vorsitzender), Frank Theunissen (Beisitzer), Angelika Kißmann (Vorsitzende). Auf dem Foto fehlt Beisitzer Carsten Lehmann.

Der neue Vorstand der WUB Timmendorfer Strand (von links): Jörg Bever (Beisitzer), Anja Carsten (Schriftführerin), Anja Meints (Kassenwartin), Martin Pannewig (Vorsitzender), Frank Theunissen (Beisitzer), Angelika Kißmann (Vorsitzende). Auf dem Foto fehlt Beisitzer Carsten Lehmann.

Bild: WUB

Timmendorfer Strand. Zahlreiche Mitglieder der WUB Timmendorfer Strand erschienen am Abend des 5. Juni bei bestem Sommerwetter zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Hotel Royal in Timmendorfer Strand

Was war passiert? Bei der Kommunalwahl am 14. Mai hatte die WUB 13,6 %, konkret 854 der abgegebenen Stimmen erhalten, gleichbedeutend mit zwei Sitzen im Gemeinderat. Nach der Wahl galt es, das Wahlergebnis kritisch und ehrlich aufzuarbeiten. „In dieser Zeit war insbesondere vom Vorsitzenden der WUB Führungsstärke und das Einen der Mitglieder gefordert. Stattdessen haben der Vorsitzende Andreas Müller und ein weiteres Vorstandsmitglied (Stephan Muuss, Anm. der Red.) keine zehn Tage nach der Wahl die WUB Knall auf Fall verlassen. Zu allem Überfluss ignorierte Andreas Müller den Wählerwillen und wechselte in eine andere Fraktion,“ heißt es in einer Pressemitteilung der WUB Timmendorfer Strand. „Sein Mandat hat er über die WUB-Liste erhalten, nicht als Direktmandat. Da darf man fragen, ob es nicht anständig gewesen wäre, das WUB-Mandat auch an die Wählergemeinschaft zurückzugeben.“

Für die WUB ist der Mandatsverlust gleichbedeutend mit dem Verlust des Fraktionsstatus und damit einhergehend eine erhebliche Beschneidung von Einflussmöglichkeiten in der politischen Arbeit, heißt es weiter. Für die Mitglieder der WUB ist dies eine große Enttäuschung.

Andreas Müller wechselt zum BBNP

Andreas Müller nannte auf Nachfrage vom „reporter“„Unstimmigkeiten im WUB-Vorstand“ als Grund für seinen Wechsel zum BBNP (BürgerBündnis Neue Perspektive). „Ich nehme mein Mandat mit, weil ich weiterhin für die Gemeinde Timmendorfer Strand, insbesondere für Niendorf/Ostsee etwas bewegen möchte“, so Andreas Müller.

WUB-Vorstand neu aufgestellt

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde sehr schnell deutlich, dass nicht der Kopf in den Sand gesteckt werden soll. Der Vorschlag des Vorstandes, zukünftig mit einer Doppelspitze im Vorsitz zu agieren, wurde einstimmig angenommen. Angelika Kißmann und Martin Pannewig bilden nun die Spitze der WUB. „Der Vorstand hat sich zur Aufgabe gemacht, die politische Meinungsbildung durch neue Arbeitsgemeinschaften zu intensivieren und interessierten Bürgerinnen und Bürgern noch mehr die Möglichkeit zu geben, sich politisch einzubringen. Der WUB-Stammtisch wird zudem Bestand haben und zu Diskussionen in angenehmer Atmos­phäre einladen. In den kommenden Monaten wird es immer wieder Möglichkeiten für alle Bürger und Bürgerinnen der Gemeinde geben, sich an diesem Austausch offen zu beteiligen,“ so die WUB Timmendorfer Strand.

Angelika Kißmann betonte zum Abschluss der Mitgliederversammlung noch einmal, dass die WUB „bunt“ ist und bleibt: „Die Mitglieder kommen aus vielen verschiedenen Bevölkerungsschichten und Berufen. Eben diese Vielfalt macht die Wäh­lergemeinschaft aus und genau das soll erhalten und gepflegt werden.“

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