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Kellenhusen. Manche Sportarten führen ein richtiges Schattendasein und muten auch etwas skurril an. Becherstapeln, im Fachjargon Sport- oder Speed Stacking genannt, gehört sicherlich dazu. Dennoch fanden sich zu den Wettkämpfen zum 10. Ostseecup, die kürzlich im Kellenhusener Kursaal stattfanden, über sechzig deutsche und internationale Teilnehmer ein. Und sie lieferten sich über zwei Tage spannende Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen.
Ziel der Wettkämpfe im Sport Stacking ist es, zwölf sogenannte Cups möglichst schnell und natürlich fehlerfrei in einer festgelegten Reihenfolge zu stapeln. Die Zeit wird dabei bis hinter die dritte Kommastelle automatisch gestoppt. Der Sport bietet zahlreiche Varianten. So können in den Wettkämpfen nicht nur Frauen und Männer mit- und gegeneinander spielen, sondern auch Rechts- und Linkshänder, Kinder und Erwachsene, Spitzenstapler und Anfänger. Letztendlich geht es um die individuelle Geschicklichkeit.
Die internationalen Teilnehmer belegten in Kellenhusen zum Schluss die Siegertreppchen des Ostseecups, bei dem zahlreiche Weltrekorde purzelten. Der Däne Aleksander Haedecker wurde vor dem Holländer Liam van der Ree und der Nordirin Laura Beacom zum Sieger gekürt. Seine Zeit, zusammengezählt aus vier Disziplinen, betrug 9,28 Sekunden. Letztendlich erhielt aber jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin eine Medaille oder einen Pokal aus der Hand von Kellenhusens Touristikleiter Raymond Kiesbye überreicht. Mit dabei waren auch die Stacker der derzeit größten deutschen Mannschaft aus dem schleswig-holsteinischen Quickborn. (red)