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„ESG aufs Rad“: Ein Tritt in die Zukunft

Schulleiter Torsten Hardt und seine Schüler können stolz auf sich sein: Bei der Projektwoche „Ein Tritt in die Zukunft“ ging es maßgeblich um eine Verminderung des CO2-Ausstoßes und darum, was jeder Einzelne bereits durch eine Veränderung in der Wahl seines Transportmittels von und zur Schule dazu beitragen kann.

Schulleiter Torsten Hardt und seine Schüler können stolz auf sich sein: Bei der Projektwoche „Ein Tritt in die Zukunft“ ging es maßgeblich um eine Verminderung des CO2-Ausstoßes und darum, was jeder Einzelne bereits durch eine Veränderung in der Wahl seines Transportmittels von und zur Schule dazu beitragen kann.

Bild: hfr

Bad Schwartau. In der vergangenen Woche fand an der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG) eine spannende Projektwoche statt, bei der Schüler der 10. Klassen im Rahmen des Projekts „Low-Emission-Schools in Norddeutschland“ bereits im November letzten Jahres Konzepte zur nachhaltigen Gestaltung ihrer Schule entwickelten. Ein besonders erfolgreiches Projekt wurde mit dem Titel „ESG aufs Rad“ ausgezeichnet. Das Ziel der Projektwoche bestand darin, durch vermehrtes Fahrradfahren möglichst viel CO2 einzusparen.

Die Bilanz dieser Woche fällt äußerst positiv aus: Die Fahrradständer waren voll, während der Lehrerparkplatz deutlich leerer war. Viele Klassen beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Klimawandel und Umweltschutz. Der 10. Jahrgang hatte sogar die Möglichkeit, mit politischen Vertretern der Stadt und des Kreises in Kontakt zu treten. Es war eine gemeinsame Aktion der gesamten Schule, bei der alle Schüler aktiv involviert waren.



Neben dem positiven Effekt auf die Umwelt haben viele Schüler durch das vermehrte Fahrradfahren auch etwas für ihre eigene Gesundheit getan. Einige von ihnen entdeckten sogar eine neue Unabhängigkeit durch die Nutzung des Fahrrads als Fortbewegungsmittel. Im Vorfeld der Projektwoche hatten Schüler zudem die Möglichkeit, eine kostenlose Reparatur ihrer Fahrräder durch die ortsansässige Firma „Drahtesel“ in Anspruch zu nehmen. Dadurch konnten sie sicherstellen, dass ihre Räder optimal für die Woche vorbereitet waren.

Der CO2-Ausstoß durch den Schulweg, der bereits zuvor relativ niedrig war, konnte dank des Projekts weiter reduziert werden. Sowohl Schüler als auch Lehrkräfte haben sich fest vorgenommen, auch in Zukunft vermehrt auf das Fahrrad als umweltfreundliche Fortbewegungsmethode zu setzen. Bereits eine Woche nach Abschluss der Projektwoche ist erkennbar, dass deutlich mehr Fahrräder an den Fahrradständern zu finden sind als zuvor, während der Lehrerparkplatz weiterhin merklich leerer ist.



Die Schüler haben insgesamt 12.563 Kilometer Schulweg. Davon wurden 6.885 Kilometer mit dem Fahrrad oder zu Fuß bewältigt, 2.930 Kilometer mit öffentlichen Verkehrsmitteln und nur 989 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt.

Im Rahmen der Projektwoche wurden auch die Ergebnisse der einzelnen Klassen ermittelt. Die niedrigsten Gesamtausstoßwerte pro Person pro Klasse erreichten die Klassen 9c und 7b, gefolgt von den Klassen 9b und 7a auf dem zweiten Platz und den Klassen 5c und 6c auf dem dritten Platz. Des Weiteren wurden die Klassen anhand der größten Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Woche eins zu Woche zwei bewertet. Hier konnte die Klasse 10a den ersten Platz belegen, gefolgt von der Klasse 9c auf dem zweiten Platz und der Klasse 8c auf dem dritten Platz.



Auch die Lehrkräfte der ESG haben akiv an der CO2-Reduzierung teilgenommen. Besonders hervorzuheben ist hier der Schulleiter Torsten Hardt, der durch das Fahrradfahren auf dem Schulweg von und nach Reinfeld die höchste Reduzierung des CO2-Ausstoßes erreichte. Mit seinem Einsatz und seiner vorbildlichen Haltung trägt er maßgeblich dazu bei, die Umweltbelastung zu verringern und ein positives Beispiel für die gesamte Schulgemeinschaf zu setzen.

Die Projektwoche „ESG aufs Rad“ hat nicht nur gezeigt, dass jeder Einzelne durch kleine Veränderungen einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, sondern auch die Sensibilisierung der Schüler für Umweltthemen und Nachhaltigkeit gefördert. Durch den intensiven Austausch mit Politikern und die Beschäftigung mit dem Klimawandel haben die Schüler ein besseres Verständnis für die Herausforderungen entwickelt, vor denen wir stehen, und gleichzeitig Lösungsansätze kennengelernt, um aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen.



Um den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und weitere Maßnahmen zur CO2-Reduzierung umzusetzen, plant die ESG auch zukünftig Projekte und Initiativen, die das Bewusstsein für Umweltthemen schärfen und die Schüler ermutigen, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn jeder Tritt in die Pedale sei ein Schritt in eine nachhaltigere Zukunft.


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