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Klassenziel erreicht! Preetzer TSV mit solider erster Landesliga-Serie 2022/23

Bester Preetzer Schütze: Melih Cerrah

Bester Preetzer Schütze: Melih Cerrah

Bild: D. Freytag

Kreis Plön (dif) Der Preetzer TSV hat das Saisonziel „Klassenerhalt“ geschafft und darf sich auf eine weitere Spielzeit in der Landesliga Mitte ab Sommer 2023 freuen. Die Truppe von Trainer Andreas Möller und seinem „Co“ Jirka Heine belegte nach 22 Spielen mit acht Siegen, vier Unentschieden und zehn Niederlagen, dies bei einem Torverhältnis von 36:41, Position acht. Knapp dahinter, mit einem Pluspunkt weniger und damit in der Relegation, der Heikendorfer SV. Zu einem direkten Abstiegsrang betrug der Vorsprung am Ende vier Zähler. Die Klasse verlassen müssen der TSV Kronshagen, der SVE Comet Kiel und der SV Tungendorf. Coach Möller kann mit den Heimspielen seiner Jungs durchaus zufrieden sein.

 

Immerhin sprangen sechs Siege und ein Remis dabei heraus. Viermal ging der Dreier an die Gäste. Die neunzehn Pluspunkte wurden mit 22 Treffern garniert. Luft nach oben ist allerdings noch bei den Auswärtsantreten. Die Schusterstädter konnten nur zweimal einen Sieg mit heim bringen-dreimal wurden die Punkte geteilt und sechs Pleiten eingefahren. Für die sportliche Leitung dürften die nur 14 Treffer auf fremden Gefilden nicht das ausgegebene Ziel gewesen sein. Lehrgeld zahlte man als Aufsteiger nur bei den Spielen in Lägerdorf, wo es eine 1:5-Klatsche gab, beim 0:4 auf dem Kieler Ostufer gegen den späteren Absteiger Comet und vielleicht noch beim Auftaktspiel in Tungendorf. Hier unterlagen die Neulinge mit 0:2. Bester Schütze war der aus Schönkirchen geholte Melih Cerrah mit sechs Buden. Der Stürmer wird den PTSV aber leider schon wieder verlassen. Sein neues Ziel heißt Inter Türkspor Kiel. Nach dem Abgang von Matti Seidel (zum FC Kilia Kiel) vor zwei Jahren wird nun erneut ein Torjäger gesucht.

 

Hinter Cerrah rangierten Lennart Feddersen und Johannes Schütt, die beide jeweils fünfmal netzen konnten. Moritz Danberg (4), der aus Kühren gekommenen Alexander Frank, Spielertrainer Jirka Heine und Maximilian Zimmermann (alle 3) folgen. Die weiteren Tore verteilen sich wie folgt: Finn Busse und Daniel Kolbe mit zwei Netzen, Neil Helbing und Max-Matthis Wichelmann konnten beide einmal jubeln. Der Saisonverlauf des Aufsteigers im Kurzraffer: Nach dem erwähnten 0:2 zum Auftakt in Tungendorf gingen die ersten drei Punkte in Preetz beim 3:1 über den TSV Altenholz an die Hausherren. Danach sicherte sich die Mannschaft beim torlosen 0:0 in Gettorf immerhin einen weiteren Pluspunkt und siegte im frühen Rückspiel gegen den SVT mit 3:1. In Kronshagen setzte es eine 0:2-Niederlage, die aber durch ein hohes 4:0 über Eidertal fast schon vergessen gemacht werden konnte. Nichts Zählbares dann beim 0:4 bei Comet Kiel, dem ein weiterer Dreier (4:1 gegen den TSV Lägerdorf) folgen sollte. Ein Auf-und-Ab beim PTSV. Es ging dann vierzehn Tage gänzlich ohne Punkte. In Klausdorf holte sich die Elf ein 2:3 ab, gegen den späteren Titelträger und Aufsteiger MTSV Hohenwestedt verloren die Schuster-Kicker im eigenen Stadion 1:4.

 

Ausgerechnet beim Meisterschaftsmitfavoriten VfR Neumünster gab es mit einem 3:3 wieder positives auf der Habenseite zu vermelden. Gleich vier Zähler ergaben dann die Matches gegen den Heikendorfer SV (3:1) und beim TSV in Altenholz (1:1). In Gettorf (1:3) und Kronshagen (1:4) folgten zwei „Nuller-Partien“, die von einem wichtigen 1:0 über den SVE Comet abgelöst wurden. Zu diesem Zeitpunkt stand der Aufsteiger in der Tabelle im gesicherten Mittelfeld und man konnte mit einem Auge bereits die neue Landesligaserie planen. Danach ging es in ein keines Leistungsloch was die Ausbeute anbelangte. Aus den verbleibenden sechs Begegnungen gab es nur noch einen Sieg zu vermelden. Dieser hatte es aber in sich, gewannen die PTSVer doch mit 2:1 in Hohenwestedt. Vorher waren Cerrah und co. in Lägerdorf auf verlorenem Posten und gaben das Spiel mit 1:5 ab.

 

Gegen den TSV Klausdorf, der als Dritter seine Aufstiegshoffnungen begraben musste, endeten die neunzig Minuten 0:3. Das aus Preetzer Sicht gleiche Resultat stand auch in Eidertal auf der Anzeigentafel. Ungeschlagen dann gegen die Veilchen aus Neumünster, denn auch im Rückspiel wurde beim 1:1 ein Punkt ergattert. Damit stand der Klassenerhalt fest. Die Niederlage in Heikendorf (0:2) beim finalen Spieltag war nur noch für die Gastgeber von Bedeutung. Eine Spielzeit 2022/23 mit vielen starken Auftritten (zweimal Neumünster, einmal Hohenwestedt), aber vielleicht auch unnötigen Pleiten, wie das 0:2 in Tungendorf und die beiden Duelle mit dem TSV Kronshagen (1:2 und 1:4), aus denen man ohne Punkte herausging. Kurios: Gegen die Absteiger aus Kronshagen, Kiel und Tungendorf gab es in sechs Vergleichen nur sechs Zähler. Fazit: Die erwartet schwere Spielzeit für einen Neuling, der sich aber schnell zurechtgefunden hat und -mit Ausnahme der letzten Antreten- stets im Mittelfeld zu finden war. Nun beginnt die Zusammenstellung des Kaders 2023/24, sicherlich mit dem Schwerpunkt auf die Offensive gelegt.


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