Reporter Eutin

Neuheikendorfer Gilde feierte erstmalig auf dem neuen Festplatz

Die neue Königin heißt Sabine Schröder – „Sabine, die Patente“

Neuheikendorf (kas). Der Höhepunkt beim jährlichen Gildefest ist nach wie vor das Schießen auf den Gildevogel aus Holz, um damit die neue Gildekönigin oder den neuen Gildekönig zu ermitteln. Geschossen wird mit Luftgewehr und die Reihenfolge der Abschüsse ist vorgegeben: Zuerst die acht kleinen Fahnen auf beiden Flügeln, dann Krone, Reichsapfel, Zepter, Kopf, linker Flügel, rechter Flügel, Hals, Schwanz und zuletzt der Rumpf.

Wurde 2022 noch im Mordhorstweg bei Familie Pursche gefeiert, so feierte man in diesem Jahr erstmalig auf dem neuen Festplatz am Haffkamper Weg.

Für den 1. Ältermann Detlef Meyer war dieses Gildefest auch eine Premiere, denn im vergangenen Jahr wurde er zum 1. Ältermann gewählt, löste somit Horst Hinz ab, konnte aber an der Gildefeier wegen einer Familienfeier nicht teilnehmen. Meyer war voll des Lobes über den neuen Festplatz am Haffkamper Weg: „Das, was die Gemeinde hier auf die Beine gestellt hat, ist eine Bereicherung auch für die Gilde“, findet er. „Ein Festplatz mit Strom- und Wasseranschluss sowie viel Freifläche und einem Parkplatz, dafür kann ich nur im Namen der Gilde herzlichen Dank sagen.“
Zwei große Zelte standen auf dem Festplatz – eines für das Schießen auf den Holzvogel und eines für die Kaffeetafel -, drumherum Stühle und Tische. Bei den hochsommerlichen Temperaturen suchte man vergeblich einen schattigen Platz.


Um 14 Uhr startete nach dem ersten Schießdurchgang der Umzug mit den Abordnungen der Möltenorter sowie der Altheikendorfer Knochenbruchgilde und der freiwilligen Feuerwehr Neuheikendorf. Der Marsch führt durch die Neubausiedliung am Poggenbarg. Angeführt wurde der Umzug - und das war auch neu - von der Show-Brassband Heikendorf, die auch auf dem Festplatz für zünftige Musik sorgte, während die Guard-Kids im Takt ihre Fahnen schwenkten.

Um 17.12 Uhr fiel dann endlich nach dem 935. Schuss der Rumpf von der Stange, und die neue Königin oder der neue König standen somit fest. Um 18 Uhr nahm Meyer das Mikrofon in die Hand und machte es ganz spannend, indem er erst die Jubilare zur 50-jährigen Mitgliedschaft aufrief. Es waren: Ernst Hermann Kähler, Horst Schlüter, Joachim Voigt und Joachim Wiedemann. Leider war keiner der zu Ehrenden anwesend.

Den Pokal für die meisten Abschüsse erhielt Arne Andersen, die Ehrenscheibe für die Gildeschützen ging an Detlef Meyer. Den Wanderpokal für die Altkönige erhielt in diesem Jahr Jörg Kleinfeld und der Königsschütze war Jürgen Krohn.
Neue Majestät wurde Sabine Schröder, die von Bürgermeister Tade Peetz den Beinamen „Sabine, die Patente“ erhielt. Nach dem Königstanz vor dem Festzelt klang das Gildefest bei einem gemütlichen Beisammensein am Abend aus.

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